Freiraum kreieren: Was meine Armbrüche mit meinem Herzensthema zu tun haben.

Oder: Warum ich mir erst die Arme brechen musste, um den Durchbruch in meinem Mindset zu erlangen.

Herbst 2020: Workation an der Ostsee:

Die Inzidenzwerte in München waren gerade niedrig. So fuhr mich der Freiraumbus zu einer Workation an meinen Lieblingsstrand. Ich wollte feiern und arbeiten. Denn „dank“ Corona hatte ich mein Business umgebaut. Für mein Markenjubiläum im Dezember wollte ich mein Wissen aus 10 Markenjahren mit meiner Anfangsvision verknüpfen. Freiraumfrau 2.0 sozusagen.
Meine Webseite war frisch durchgelüftet.
Das feierte ich mit mit langen Strandspaziergängen und genialen Sonnenuntergängen. Mein Herz sammelte Weitblick für die langen Wintermonate.

Freiraum kreieren soll sichtbar werden, doch dann…

… statt an der Sichtbarkeit meines neuen Angebots „Freiraum kreieren“ zu arbeiten, brach ich mir bei einem unglücklichen Sturz beide Unterarme. Radiusfraktur beidseitig war später die Diagnose.

Immerhin nur gebrochen, keine OP nötig.

Doch ausgerechnet ich, die Zeichnerin und ewig Kreative musste mit Gips und Orthese klarkommen. Das war hart. Anfangs nahm ich meine Brüche noch sportlich. Ich ließ mir von einer lieben Freundin schöne Stulpen zum Drüberziehen nähen. Und erinnerte mich immer wieder an das Buch meiner leider im letzten Jahr verstorbenen Freundin Sabine Dinkel: Gute Tage trotz Krebs.

Gute Tage trotz Armbrüchen“, das wurde mein Motto im November.

Spontan entschlossen ging ich jeden Morgen auf meiner Facebook-Fanpage live. Ich zog eine Karte aus meinem Coaching-Kartenset und philosophierte darüber. 30 Tage lang. Ich war froh, die Zeit kreativ nutzen zu können. Schließlich sollte Ende November der Spuk mit den Armen geheilt und vorbei sein. Alles paletti vor dem großen Markengeburtstag. Leider kam es anders.

Das mit dem Feiern des Jubiläums, das hat trotz aller Einschränkungen geklappt.

Doch sonst kamen keine guten Nachrichten. Weder Ende November, noch Ende Dezember. Erst Ende Januar 2021 waren beide Hände richtig verheilt. Ich hatte eine Heilungsverzögerung und meine linke Hand vermeldete Osteoporose.

Die mehrmalige Verlängerung zehrte an meinen Nerven.

Viel mehr als die verzögerte Heilung der Brüche traf mich der Bruch zwischen meinem kreativen Geist und meinen ausführenden Händen. Seelenkrise. Frust. Ich erkannte, wie sehr ich mich über meine kreative, zeichnerische Ausdrucksform definiere. Wenn ich keinen Stift in der Hand halten kann, dann fühle ich mich nicht komplett.

Was soll ich durch die Handlungsbeschränkung lernen?

Was jetzt hier in einem Satz so einfach klingt, das hat mich kilometerlange Spaziergänge mit surrenden Gedanken gekostet:

Ich kam zu der Erkenntnis, dass ich mich auf das für mich Wesentliche konzentriere!

Bei jedem Ding/Thema/Aufgabe, das ich nun anfasse, frage ich mich, ob es mir wirklich wichtig genug ist, dass ich meine Kraft dafür einsetze. Denn meine Arme sehen zwar äußerlich wieder normal aus, aber innen drin tun sie weh, sind wetterfühlig und von voller Belastbarkeit und Mobilität bin ich noch weit entfernt.

Diese Einschränkung wollte wohl durchlebt werden, bevor ich Freiraum kreieren weiter in die Welt tragen kann.

Zum Glück ging das mit dem Zeichnen im Februar endlich wieder. So konnte ich mit wundervollen Kundinnen, die schon mit mir durch die Rauhnächte gegangen waren, dann DOPPEL:STUNDEN verbringen und die Essenz dieser Gespräche in meinen Zeichnungen verankern. Mit dieser Mischung aus Gespräch auf Augenhöhe, klugen Fragen, hochsensiblem Zuhören und kreativen Impulsen, gepaart mit einer Visualisierung à la Freiraumfrau bringe ich meine Talente „am punktesten auf den Punkt“, wie das Christine Kempkes in ihrer Rezension (die ich bald verblogge) formulierte. Und überhaupt durfte ich wunderbare Referenzen einsammeln, die du bereits auf meiner Angebotsseite nachlesen kannst.

Das Gute im Schlechten bringt neue Klarheit!

Alles Schlechte hat auch was Gutes! Mein „Gutes“ ist, dass ich, dank Brüchen in meinen Armen, den Durchbruch in meinem Mindset erlebte.