frei:heraus – 10 Fragen an Sarah Schäfer

10 Jahre Freiraumfrau

Von der Geburt meiner Marke bis heute traf ich wunderbare Menschen, die mir halfen an entscheidenden Kreuzungen den richtigen Weg einzuschlagen. Menschen, die mir ihr offenes Ohr schenkten und den Spiegel vorhielten. Die mir mit Rat & Tat zur Seite standen oder durch ihr Wirken mein Vorbild sind. Zum Jubiläum beschenken mich Wegbegleiterinnen mit inspirierenden Antworten auf meine zehn Fragen.

Meine heutige Interviewpartnerin ist Sarah Schäfer!

Sarah lernte ich 2017 zuerst virtuell durch den Eigenstimmig-Podcast kennen. Ich war begeistert über all die tollen Frauen, die Sarah, zusammen mit Julia Meder interviewt hatte. Da wäre ich gerne dabei, dachte ich so still für mich. Mein Wunsch ging ganz schnell in Erfüllung, denn ich traf Sarah auf der Re:publica im Mai 2017 in Berlin. Kennst du das, wenn du mit einem Menschen sofort tief ins Gespräch eintauchst, den du vorher „nur“ virtuell kanntest? So war das mit Sarah und mir. Ich bekam die Einladung zum Interview. Im Sommer 2017 fuhr ich zum legendären Eigenstimmig-Fest in die Pfalz und hatte die Ehre vorher interviewt zu werden. Wir saßen im Freiraumbus und der stand in den Gimmeldinger Weinbergen. Hier kannst du in mein Interview reinhören und hier ist mein Blogbeitrag dazu. Und dann war da noch der ebenfalls legendäre Workshoptag von Eigenstimmig im Herbst 2018.

Liebe Sarah:

1. Meine Lieblingsfrage steht gleich am Anfang. Freiraum ist ein großes Wort, unter dem jeder sich etwas anderes vorstellt. Was bedeutet Freiraum für dich?

Das ist für mich die Freiheit, mein Leben mit #mehrguteZeit füllen zu können. Das sind spannende Menschen, tiefe Gespräche, viel Natur, aber vor allem das große Privileg, dass meine Arbeit mir mehr Kraft gibt, als ich reinstecke.

2. Das C-Wort ist in aller Munde. Welchen Freiraum vermisst du ganz besonders?

Tatsächlich sind es für mich die Begegnungen mit neuen, aber auch mit liebgewonnenen Menschen. Vieles kann online ersetzt werden, aber einfach nicht alles. Einen Menschen, den ich vorher schon im Netz kennengelernt habe und dann zum ersten Mal live sehe, nicht umarmen zu können, das ist schwer. (Und wenn ich jetzt an unsere erste Begegnung auf der re:publica denke, Angelika, dann wird mir mein Herz doch schwer.)

3. Wenn es um dich herum mal wieder hoch hergeht, was tust du dir Gutes um wieder in deine Mitte zu kommen?

Ganz klar: der Wald. Ich habe verschieden lange Spazierstrecken in verschiedenen Wäldern, die unterschiedliche Funktionen für mich haben. Meine Strecke zum Weglaufen von angestautem Ärger, meine Konzept-Strecke zum Ideen ausarbeiten und meine Problemlösungsstrecke. Die liebe ich alle sehr und mein Bauch sagt mir immer, welche Strecke heute dran ist.

4. Im Moment verbringen wir viel Zeit zu Hause. Die Innenarchitektin in mir möchte gerne wissen, wo du dir gerade mehr Freiraum in deinen Räumen wünschst?

Oh, das ist eine gute Frage! Wir haben im März begonnen, unser Wohnzimmer komplett zu renovieren. Neue Decke, neue Wände und vor allem ein selbstgebauter Einbauschrank. Da fehlen jetzt noch die letzten Türen und Schubladen und dann gibt es endlich, endlich wieder Freiraum da, wo jetzt noch Zeug rumsteht, was da nicht hingehört.

5. und 6.
Welche deiner Lebens- bzw. Arbeitsräume liebst du gerade ganz besonders und warum? Okay, das sind gleich 2 Fragen.

Hier in unserem Wohnzimmer stand im April noch ein riesiges Rollgerüst, alles war Baustelle pur. Jetzt sind wir zwar noch nicht fertig, aber alles ist wieder sauber, viel reduzierter und mit dem Kaminofen richtig gemütlich. Das ist schon ein besonderer Ort und wir haben ihn uns geschaffen. Am Esstisch arbeite ich gerade auch und wenn ich an meinem Bildschirm vorbei schiele, schaue ich auf einen Print eines meiner Lieblingskünstler, der an der freigeräumten Wand endlich einen guten Platz gefunden hat.

7. Ich glaube daran, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn wir mehr von dem tun, was uns wirklich am Herzen liegt. Was ist dein Herzensthema?

Ich bin begeistert von begeisterten Menschen. Diese Menschen sichtbar zu machen und dazu beizutragen, dass sie das, was ihnen so wichtig ist, in die Welt tragen können, das macht mich sehr glücklich und das ist der rote Faden, der sich durch mein ganzes Leben zieht.

8. Was motiviert dich an deinem Herzensthema dranzubleiben, wenn dich mal ein Durchhänger plagt?

Wenn ich sehe, wie das Gesicht meiner Gegenüber aufgeht und leuchtet, wenn sie sich gesehen fühlen und spüren, dass sie einzigartig sind, dann sind für mich alle Strapazen vergessen. Und überhaupt: mit dem, was mir oft leicht fällt, bei anderen wirklich was bewegen können; Kann es etwas schöneres geben?!

9. „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du den Raum verlässt!“, sagt Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Jetzt bin ich gespannt! Was sagst du über mich, wenn ich den Raum verlasse?

„Doch, doch, das ist DIE Freiraumfrau! Und sie hat mich sogar mal in einem Mini-Comic gezeichnet!“, sage ich zu dem Menschen, der neben mir saß und neugierig nachfragte. Und dann erzähle ich von unserer ersten Begegnung in Berlin, die sich so nach Wiedersehen anfühlte, obwohl wir uns „nur“ online kannten und von all dem, was danach noch kam :)

10. Ich stehe an der Schwelle zu den nächsten 10 Freiraumfrau-Jahren. Was gibst du mir mit auf den Weg? Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Inspiration? Ich bin gespannt.

Es ist alles schon da. Auch wenn es sich manchmal nach Baustelle anfühlt, nach „noch nicht genug“, nach oh je, oh je. Ich bin überzeugt; du hast in dir alles, was du brauchst, um nicht nur die nächsten 10 Jahre für dich zu meistern, sondern auch für viele Andere Inspiration, Freundin und wunderbare Wegbegleiterin zu sein!

Liebe Sarah, danke für inspirierenden Antworten!

Fotocredit: Lucie Greiner

Alle Interviews auf einen Blick findest du hier: frei:heraus – 10 Fragen an …