frei:heraus – 10 Fragen an Ulrike Bergmann

10 Jahre Freiraumfrau

Von der Geburt meiner Marke bis heute traf ich wunderbare Menschen, die mir halfen an entscheidenden Kreuzungen den richtigen Weg einzuschlagen. Menschen, die mir ihr offenes Ohr schenkten und den Spiegel vorhielten. Die mir mit Rat & Tat zur Seite standen oder durch ihr Wirken mein Vorbild sind. Zum Jubiläum beschenken mich Wegbegleiter:innen mit inspirierenden Antworten auf meine zehn Fragen.

Meine heutige Interviewpartnerin ist Ulrike Bergmann!

Ulrike kenne ich gefühlt schon ewig. Auf jeden Fall seit Beginn meiner Selbständigkeit im Jahre 2002. Wir standen schon zusammen in einem Malworkshop an der Staffelei und auch so kreuzten sich unsere Wege regelmäßig. Menschen zu inspirieren, das ist unser beider Herzensanliegen. Wir schwingen ähnlich und das fühlt sich gut an.

Liebe Ulrike:

1. Meine Lieblingsfrage steht gleich am Anfang. Freiraum ist ein großes Wort, unter dem jeder sich etwas anderes vorstellt. Was bedeutet Freiraum für dich?

Freiraum ist für mich zunächst ein Potential, ein Raum, in dem vieles (alles?) möglich ist. Diesen kann ich gestalten, nach meinen Wünschen, Bedürfnissen und auch Möglichkeiten. Ich verbinde damit auch ein Gefühl von Freiheit, einem meiner höchsten Werte.

2. Das C-Wort ist in aller Munde. Welchen Freiraum vermisst du ganz besonders?

Ganz grundsätzlich vermisse ich – nichts. Das war zunächst überraschend, doch bei genauerem Hinschauen hat mir diese Zeit vor allem Freiraum geschenkt. Raum, einfach mal ohne Anspruch und zu erfüllende Erwartungen zu sein. Nichts zu müssen, alles zu dürfen :-)
Im Kleinen gab es das eine oder andere, was ich vermisst habe – doch es ist bedeutungslos angesichts der vielen Erfahrungen, die mir diese Zeit geschenkt hat.

3. Wenn es um dich herum mal wieder hoch hergeht, was tust du dir Gutes um wieder in deine Mitte zu kommen?

Ich gehe hinaus in die Natur. Dort entsteht sehr schnell ein Gefühl von Wohlbefinden und Klarheit – egal, was zuvor war oder was mich beschäftigt. In der Bewegung und am Wasser relativiert sich vieles und ich erkenne schnell, was wirklich wichtig ist.

4. Im Moment verbringen wir viel Zeit zu Hause. Die Innenarchitektin in mir möchte gerne wissen, wo du dir gerade mehr Freiraum in deinen Räumen wünschst?

Ich lebe alleine in einer 3-Zimmer-Wohnung, in der ich auch mein Coaching-Büro habe. Das Thema Home Office gehört seit 20+ Jahren zu meiner Arbeitsweise. Daher hat sich für mich wenig geändert. Mir ist eher bewusst geworden, dass ich zu viel Raum um mich habe, der sich auf überraschende Weise immer mehr mit Zeug anfüllt ;-)

5. und 6.
Welche deiner Lebens- bzw. Arbeitsräume liebst du gerade ganz besonders und warum? Okay, das sind gleich 2 Fragen.

Bei mir fällt beides – Wohnen und Arbeiten – zusammen. Daher nur eine Antwort: mein Wohnzimmer. Hier verbringe ich seit Ende Oktober die meiste Zeit. Den Sommer über war es der Balkon, auf dem meine Hängematte stand, in der ich sehr viele Hängematten-Momente (mehr Stunden…) verbracht habe.

7. Ich glaube daran, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn wir mehr von dem tun, was uns wirklich am Herzen liegt. Was ist dein Herzensthema?

Mein Herzensthema hat sich in den letzten Wochen gewandelt. Ich bin dabei, alle bisherigen Vorstellungen von Wollen, Müssen, Haben loszulassen – und damit auch meine bisherigen Themen. Noch fühlt es sich ein wenig seltsam an, nach 25+ Jahren Dinge „einfach so“ hinter mir zu lassen, die über so lange Zeit eine große Bedeutung in meinem Leben hatten. Dazu bedurfte es sehr deutlicher Hinweise des Lebens ;-)

Das Neue ist noch wenig greifbar. Ich weiß nur, dass es irgendwann etwas Anderes geben wird, mit dem ich auf meine Art und Weise zum Bewusstseins-Wandel in der Welt beitragen werde. Es fasziniert mich gerade, dass ausgerechnet das Thema „Bewusstseinswandel“, dem ich mich schon so lange widme, nun in den Fokus rückt.

8. Was motiviert dich an deinem Herzensthema dranzubleiben, wenn dich mal ein Durchhänger plagt?

Seit meiner Entscheidung Anfang November habe ich kein Motivationsdefizit mehr. „Alles kann, nichts muss“ ist zu meinem neuen Motto geworden. Ich folge einzig der Freude und meiner Intuition, die in diesem Jahr so viel klarer und stärker geworden ist. Nach 25 Jahren Selbständigkeit ist dies wahrlich ein Luxus :-)

9. „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du den Raum verlässt!“, sagt Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Jetzt bin ich gespannt! Was sagst du über mich, wenn ich den Raum verlasse?

Statt über dich, spreche ich direkt mit dir:

Ich habe dich all die Jahre, die wir uns inzwischen kennen, immer als sehr zugewandt, reflektiert und klar erlebt. Als Mutmacherin begeistert mich, wie beständig du über die Jahre deinen Weg gefunden und gegangen bist und zur Freiraumfrau geworden bist. Einfach passend!

10. Ich stehe an der Schwelle zu den nächsten 10 Freiraumfrau-Jahren. Was gibst du mir mit auf den Weg? Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Inspiration? Ich bin gespannt.

Folge weiter so beständig deinem eigenen Weg und bleibe dadurch eine Inspiration für andere, die sich im Alltag immer wieder verheddern und dann von deiner Klarheit und der Fähigkeit Dinge zeichnerisch auf den Punkt zu bringen, profitieren können.

Danke für deine Wegbegleitung und deine Antworten!

Fotocredit: Martina Klein, Ausdruckswerk

Alle Interviews auf einen Blick findest du hier: frei:heraus – 10 Fragen an…

Mit mir arbeiten: „Freiraum kreieren!“

Ich begleite dich aus Engstellenzeiten hin zu mehr Freiraum in deinem Leben. Die Essenz unserer Gespräche verankere ich meinen Zeichnungen.