Durchhänger statt Freiraum kreieren!

Der Durchhänger ist eine der Schattenseiten des Freiraums.

Oder anders formuliert:
Warum ich nach der Fertigstellung meines neuen Angebotes „Freiraum kreieren!“ einen veritablen Durchhänger erlebte

In den letzten Monaten stellte ich mein Business auf den Kopf.

Schließlich feiert Freiraumfrau® Ende des Jahres den zehnten Geburtstag. Da soll alles schön sein. Der im Laufe der Jahre dann doch wieder entstandene Bauchladen wird durch ein Leuchtturm-Angebot ersetzt.

Ein Angebot, das alle meine Talente bündelt!

Ich blicke als Freiraumfrau, Innenarchitektin und Künstlerin auf die Engstellen, Blockaden oder Sehnsüchte meiner Kund:innen.
Meine Begleitung ist ein Perspektivwechsel, der dir hilft, den eigenen Freiraum zu kreieren. Statt Worten, die dann schnell verhallen, verankere ich die Essenz unseres Gesprächs in einer Zeichnung. Bild für Bild werden so deine Veränderungsschritte sichtbar.

Im Magnetprodukt-Club stellte ich mein Konzept den kritischen Fragen und feilte dann an Worten und Zeichnungen für die sogenannte Landingpage. Parallel dazu hatte ich mein Blog in den letzten Wochen schon fleißig umgebaut.

„Mich kennenlernen“ entstand mit vielen Einblicken in die Freiraumfrau-Welt:

Alle Begriffszeichnungen fanden ihre neue Heimat in „Kunst im Shop“:

Dann warf mich eine traurige Nachricht aus der Bahn.

Ich war kurz vor der Fertigstellung all meiner Vorhaben, als mich die Nachricht von Sabine Dinkels Tod aus der Bahn warf. Auch wenn ich lange wusste, dass der Abschied anstand, so ist es dann doch etwas völlig anderes, wenn dieser Moment eintritt. Der Schmerz der Nachricht vernebelte mein Hirn und machte mich sprachlos. Erstmal. Und dann verspürte ich das intensive Bedürfnis einen Nachruf zu schreiben. 2 Tage lang feilte ich an meiner Zeichnung und dem Abschiedsbrief an Bine. Der schwerste Blogbeitrag, den ich je geschrieben habe, wurde von sehr vielen Menschen gelesen. Ich freute mich über die wertschätzenden Antworten und war gleichzeitig peinlich berührt. Ausgerechnet dieser Beitrag wurde vielfach auf Social Media geteilt und geliked, ging fast ein bisschen viral. In meinem Hinterkopf rumorte eine „darf ich so mit Trauer umgehen“-Prägung, die mir emotionale Steine in den Weg legte.

Das Leben geht trotz Trauer weiter.

Wahrscheinlich um mich abzulenken, stürzte ich mich in die finale Arbeit an meinem Angebot. Stundenlang kämpfte ich mit Layout, Formulierungen und dem Gutenberg-Editor meines WordPress-Blogs. 2 Tage nach meinem Brief an Bine, drückte ich morgens um 4 Uhr auf „veröffentlichen“ und ging danach erschöpft ins Bett. Das war an einem Samstag.

„Und nun? Wie geht es weiter? Wie launche ich mein Angebot?“, fragte ich mich.

In meinem Kopf schwirrten 1000 Tipps der Sorte „wie Du Dein Online-Business mit ruckizucki Erfolgsmeldungen zack-zack launchst und sofort einen X-stelligen Umsatz erzielst“. Bullshit, ich weiß. Und ich weiß auch, heute, mit fast 5 Wochen Abstand, dass ich wieder mal in eine Falle getappt bin, die ich als Hochsensible „eigentlich“ besser wissen sollte: ICH MUSS PAUSEN EINPLANEN! Tat ich aber nicht.

Anstatt Pause zu machen, arbeitete ich gleich weiter:

Gleich am nächsten Tag stellte ich mein neues Angebot im Magnetprodukt-Club vor und bat um Rückmeldungen. Es folgten Lob, Zustimmung und Verbesserungsvorschläge. In meinem übervollen Hirn kamen nur die Verbesserungsvorschläge an. Statt mich freuen zu können, machte ich gleich mit der Arbeit weiter.

Um feiern zu können, da muss ich mich spüren und in meiner inneren Mitte sein.

Und genau das war ich nicht. Ich war zu erschöpft, um mich zu freuen. Außerdem kreiselte in meinem Unterbewusstsein die Frage, ob ich mich überhaupt freuen darf, so kurz nach Bines Tod. Auch das ist natürlich Bullshit, der mir erst in den letzten Tagen klar wurde. Bine sitzt auf ihrer Wolke und wirft mir ein paar virtuelle Kirschen runter. Wahnsinn, wie schwer es immer wieder ist, Prägungen hinter sich zu lassen.

Und dann schoben sich auch noch private Themen in den Vordergrund.

Auch das ist eine Seite von mir. Ich fühle mich verantwortlich und kümmere mich. Leider vergesse ich auch dabei, Pausen einzuplanen. Richtige Pausen, die mich in der Seele nähren. Pausen mit Stille und Rückzugszeit für mich. Stattdessen baggerte es den ganzen Tag auf dem Nachbargrundstück meines Elternhauses und das war auch noch der Tag, an dem Bine kremiert wurde.

All das triggerte mich.

Zusammen mit der Hitze, die ich schlecht vertrage, schlidderte ich in einen veritablen Durchhänger. Anfangs steuerte ich aus alter Gewohnheit dagegen. Dann ließ ich zu und spürte mein Unwohlsein bis in die Tiefe. Akzeptierte so, dass meine Lebensfäden gerade verheddert sind, so wie die Naht auf meiner Zeichnung oben im Bild.

Wie entwirre ich diese Fäden?

Eine alte Frage, deren Antwort ich kenne. Gut, dass ich mal wieder in meine Comicbiografie schaute. Den Freiraumbus nehmen, Pause machen und Weitblick tanken! All das tat ich dann. Bei einer langen Wanderung durch das Murnauer Moos klärten sich meine Gedanken. Einige davon versenkte ich dann am nächsten Morgen beim Schwimmen im Staffelsee.

Meine Seele kam wieder bei mir an.

Ich sehe endlich den roten Faden wieder.
Ich spüre mich wieder.
Ich kann mich über das Erreichte freuen.
Mein Leuchtturmprisma ist frisch poliert.
Ich spüre wieder Strahlkraft.
Endlich kann ich in die Welt hinausrufen: