Monatsrückblick September: Schwierige Ausstrahlung

Schon wieder hatte ich in meinen Rauhnächten die Ausstrahlung gezogen. Dieses Wort in all seinen Facetten zu erleben und zu durchleben, das soll wohl meine Herausforderung für 2019 sein.

Ich wollte den Spätsommer einsammeln. Eigentlich hatten mein Mann und ich vorgehabt auf Reisen zu gehen und die Küste der Bretagne zu erkunden. Die Gesundheitsnachrichten aus meinem Elternhaus waren aber so, dass ich ein komisches Gefühl hatte. Deshalb disponierten wir um. Grobe Richtung Ruhrgebiet hieß unser Reiseziel und ich fragte mich, wie weit wir kommen würden.

Immerhin, wir waren auf dem Bodensee paddeln und trafen alte Freunde in Freiburg. Wir besichtigten Straßbourg und waren danach 2 Tage am Etang du Stock im Elsass.

Ich erlebte intensive Tage zwischen Freiraum und Sorgen, wie ich in diesem Blogbeitrag beschrieben habe. In diesen Momenten erkannte ich, dass die Engstellen zum Freiraum gehören. Das ist wie mit dem Sonnenschein und den Regentagen. Sie sind wie 2 Seiten einer Medaille.

Nach einem schönen Wandertag in Luxemburg kam dann der Moment, wo wir die Reiseroute änderten und direkt ins Krankenhaus nach Uerdingen fuhren. Nach intensiven Tagen im Krankenhaus folgte dann eine Zeit der Übergangspflege. All das dann überschattet durch die Sorge um unsere Tochter, die zeitgleich in München ins Krankenhaus musste. So fuhr mein Mann mit der nächsten Mitfahrgelegenheit heim. Ich kümmerte mich im Elternhaus und war froh, dass wir uns aufteilen konnten. Sonst hätte ich mich noch mehr zerrissen gefühlt, als ich das eh schon war.

Mittendrin in diesem anspruchsvollen Septmber jährte sich der schlimmste Tag in meinem Leben zum 21. Mal. Mein persönlicher 9/11 fand genau 3 Jahre vor dem realen 11. September statt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren kann ich darüber öffentlich berichten. Wieso und warum, das liest Du am besten in diesem Blogbeitrag nach: freiraumfrau.de/2019/09/vom-schwaerzesten-tag-in-meinem-leben/

All diese Themen kosteten mich viel Kraft. Ich war froh, dass ich den Freiraumbus als Rückzugsort hatte. In meinem Schneckenhaus konnte ich auftanken.
Tag für Tag ging es meinem Papa ein klitzekleines bisschen besser und nach über 2 Wochen wagte ich den Absprung und fuhr wieder nach München zurück.

Ich hielt für einen Zwischenstopp in Seligenstadt am Main, besichtigte auf dem Rückweg Rothenburg ob der Tauber und war passend zum Wiesnbeginn zurück in meiner Heimatstadt.

Begriffe in Bilder übersetzen. DurchhängerBevor ich mich dann wieder meinen eigenen Projekten zuwenden konnte, folgte erst mal ein fetter Durchhänger. Ich liess ihn zu und gönnte meiner Erschöpfung eine Erholungsphase.

Die Pause tat mir gut und dann hatte ich wieder genügend Energie um die nächsten Tischgespräche zu planen und Einladungen zu verschicken.