Monatsrückblick Januar: Von Komfortzone und Neuland

Bilder meines Januars 2019-Freiraumfrau

Lieber Januar!

In den Rauhnächten zog ich für dich die Karte Komfortzone-Neuland.

Im ersten Moment dachte ich, ich hätte dich ausschließlich in der Komfortzone verbracht. Ich saß so oft strickend oder lesend auf dem Sofa. Denn du warst ein anstrengender Monat. Du fühltest dich im Außen starr und grau an. Dauernd lag Schnee und die Sonne schien wenig. Du umhülltest mich mit Traurigkeit. Zum ersten Mal seit vielen Jahren kam ich mit diesem Gefühl in Dialog. Ich merkte: „Diese Trauer gehört nicht zu mir!“

„Wem gehört diese Trauer?“, fragte ich mich und begab mich auf Spurensuche.
Ich las mich durch einen Stapel Bücher über Kriegsenkel, Traumata und Trauerarbeit. Ein Trauma meiner Vorfahren konnte ich sofort benennen. Das stellte mir die Frage: „Wie kann ich Trauerarbeit leisten, die gar nicht mein ursprüngliches Erleben betrifft?“ Der Satz „Ich darf meine Wurzeln ehren“ tauchte in mir auf und mündete in meinem zweiten Wortbild.
Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Trauerbegleiterin Christine Kempkes für den Austausch und einen Buchtipp. Andrea Stanke von Heart-Worx und Sarah Schäfer von MehrguteZeit danke ich für die feinen Gespräche über Biografiearbeit.

Wieso kam ich bloß rückblickend auf die Idee, ich hätte kaum Neuland betreten?
Genau das Gegenteil war der Fall:

  1. Workshop daheim:
    Das Jahr startete am 6. Januar mit dem ersten Workshop an meinem Esstisch. Im Kreise wunderbarer Teilnehmerinnen kreierten wir Essenz-Collagen. Die Essenz meines Bildes und mein Jahresmotto für 2019 ist:
    „LEBEN – Einfach mal treiben lassen“.
    (Einen Zusatztermin gibt es am 10. Februar)
  2. Rauhnachtsgruppe wird Jahresgruppe:
    Aus meiner Rauhnachtsgruppe wurde die „Dein Herzensthema 2019 – mit der Freiraumfrau® durchs Jahr“-Facebookgruppe. Neue Gruppenmitglieder, die an ihrem Herzensthema 2019 dranbleiben wollen, sind herzlich willkommen.
  3. Perspektivwechsel:
    Die wunderbare Manuela Seubert unterstützte mich mit einem Coaching bei meinem Angebot PERSPEKTIVWECHSEL. Ich lernte viel über Textaufbau und Wortstrukturen. Damit betrat ich sprachliches Neuland, das mir auch bei anderen Texten helfen wird. Trotzdem war es ganz schön viel, dass ich noch sacken lasse, bevor ich den überarbeiteten Text veröffentlichen kann.
  4. Faszien-Yoga:
    Im alten Jahr hatte ich ein Sprechcoaching bei Steffi Schwarzack. Durch sie entdeckte ich das Thema Faszien und begann im Januar mit Faszien-Yoga.
  5. Resonanz:
    Ich spürte meinem Wort des Jahres 2018 „RESONANZ“ in einem Blogbeitrag nach. Denn erst als ich meinen Rückblick auf 2018 abgeschlossen hatte, konnte ich mich dem neuen Wort zuwenden.
  6. Ausstrahlung:
    Mein Wort des Jahres 2019 durchlebte einen intensiven Prozess. Dabei lag es am Ende meiner Rauhnächte so klar auf der Hand. Insgesamt 4 Mal hatte ich die AUSSTRAHLUNG gezogen. Ich tat mich schwer mit diesem Wort und untersuchte die Schattenseiten. Am Ende blieb es dabei. Die AUSSTRAHLUNG wird mich als roter Faden durch das Jahr führen.
    Danke, liebe Julia Meder von Dreamfinder-Coaching für den großartigen Wortfinder-Kurs und Marlis Lamers von Kommunikation-wortlos für das bereichernde Telefonat.
  7. Ich bin im Fernsehen:
    Pures Neuland erlebte ich am 17. Januar. Da wurde die Fastensendung auf 3Sat ausgestrahlt. Ich war während meiner Fastenwoche im Oktober gefilmt und interviewt worden. Du kannst die Sendung in der Mediathek anschauen: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=78217
    Die liebe Septemberfrau aka Elvira Löber ließ sich von mir inspirieren und startete spontan mit Fasten. Warum sie damit Neuland betrat und was das mit einer alten Prägung zu tun hat, darüber schreibt sie in ihrem Blogbeitrag:
    https://septemberfrau.de/fastenkur-wie-ich-7-tage-ohne-essen-ueberlebte/
  8. Schutzengel für Herzensthemen:
    Nachdem ich schon einige Briefe mit Schutzengeln vor Weihnachten verschickt hatte, folgten dann Mitte Januar noch weitere. Manche Menschen hatten mir ihre Wunschengel verraten. Bei den anderen wählte ich den Schutzengel intuitiv aus. Insgesamt schwebten fast 70 handgeschriebene Engelgrüße aus meiner Schreibwerkstatt in die Welt und unterstützen nun Menschen bei ihren Herzensthemen für 2019.
  9. Wortbilder:
    Meine Wortbilder erblickten spontan das Licht der Welt. Das sind kurze, lyrische Audiodateien, die ich mit dem passenden Bild versehen habe. Ich zeigte sie auf Facebook und Instagram. Im Februar werde ich mit ihnen meinen YouTube-Kanal reaktivieren. Danke an Anja Sickert von Wortspuren, die mir durch ihre Haikus den Weg zu diesem Format ebnete.

Und was war sonst noch so bei dir los, lieber Januar?

Schnee, Schnee, Schnee!

An manchen Orten in den Bergen lag wohl eindeutig zu viel Schnee. Auch meinen Freiraumbus hast du mit einer ordentlichen Schneehaube versehen. Nur einmal habe ich es geschafft, mein Lieblingsauto in Bewegung zu setzen und ins Murnauer Moos zu fahren.

Aufräumen, aufräumen, aufräumen:
Da ich mich draußen selten wohlfühlte, verlagerte ich meine Energie nach drinnen. Bücherregale, Küchenschubladen und Stifte wurden liebevoll durchforstet. Ich übte mich im Loslassen.

Ideen, Ideen, Ideen.
Nach den Rauhnächten hatte ich große Klarheit, was ich mir für 2019 wünsche. Ich wusste, ich will Freiraum für Herzensthemen schaffen. Immer wieder kamen mir neue Ideen, wie ich mein Thema umsetzen will. Ich schrieb sie alle auf und generierte einen Zettelberg. Dann erwischte mich die oben beschriebene Grauheit und mein Zettelberg entmutigte mich. Erst die Erkenntnis, dass alles seine Zeit braucht, beruhigte mich. Ich verschob die Handlungsentscheidungen in den Februar. Hatte der doch in den Rauhnächten die KLARHEIT zugeteilt bekommen. Meinen Zettelberg nahm ich auseinander und klebte die einzelnen Zettel in einer Mindmap in meinem Kreativbüro an die Wand. Das fühlte sich gut an und erleichterte mich.

Danke, danke, danke!
Lieber Januar, du hast mir wunderbare Begegnungen und tolle Gespräche gebracht. Ich habe viel Wertschätzung auf unterschiedlichen Kanälen erhalten. Da waren unerwartet Türen, durch die ich gehen durfte. Und ganz besonders wichtig, du hast mich mit liebevoller Familien-Qualitätszeit beschenkt.

Nun bin ich doch sehr froh, dass ich mich zum Monatsrückblick aufgerafft habe.
Du bist ein unterschätzter Monat, lieber Januar. Ich lerne, dass es gut ist, das Jahr langsam anzugehen. Das Neuland im Innen zu entdecken und im Außen in der Komfortzone zu sitzen, all das hast du mir gebracht.

Ich spüre wieder einmal, wie gut es tut, den Energien des Jahreskreises zu vertrauen. Grauheit und Starre hatten ihren Sinn. Nun freue ich mich auf all das, was der Februar mit seiner KLARHEIT mir bringen wird.

Herzensgrüße von Deiner
Freiraumfrau