frei:heraus – 10 Fragen an Anja Meineke

10 Jahre Freiraumfrau

Von der Geburt meiner Marke bis heute traf ich wunderbare Menschen, die mir halfen an entscheidenden Kreuzungen den richtigen Weg einzuschlagen. Menschen, die mir ihr offenes Ohr schenkten und den Spiegel vorhielten. Die mir mit Rat & Tat zur Seite standen oder durch ihr Wirken mein Vorbild sind. Zum Jubiläum beschenken mich Wegbegleiterinnen mit inspirierenden Antworten auf meine zehn Fragen.

Meine heutige Interviewpartnerin ist Anja Meineke!

Anja ist mir besonders in diesem Jahr zur Wegbegleiterin geworden. Kennengelernt haben wir uns schon vor ein paar Jahren via Social Media. Uns eint die Leidenschaft fürs Reisen im Bus. Wir lieben beide diese Form des Freiraums. Wegweisend war für mich die Session, die sie in der virtuellen Kaffeeküche von Marjeta Prah-Moses hielt. Anja hat uns vorgestellt, wie wir zu unserer Arbeit den sogenannten Genius entwickeln. Mit 2 Worten, Substantiv und Verb, sagst du das, was dich ausmacht und wofür du stehst. Das Substantiv war mir ja sofort klar: Freiraum! Doch an dem Verb suche ich nun schon so lange, wie ich als Freiraumfrau unterwegs bin. Also 10 Jahre. Auf einmal hüpfte das Verb in meinen Sinn. KREIEREN! Das ist das, was ich tue und auch das, was meine Kund:innen tun müssen, um eine Veränderung zu bewirken. Mein Genius „Freiraum kreieren!“ wurde dann auch der Name meines neuen Angebots.

Liebe Anja:

1. Meine Lieblingsfrage steht gleich am Anfang. Freiraum ist ein großes Wort, unter dem jeder sich etwas anderes vorstellt. Was bedeutet Freiraum für dich?

Freiraum steht für mich in erster Linie dafür, mir Raum für Gestaltung zu geben, und zwar ganzheitlich gesehen, im privaten wie auch im beruflichen Kontext.

Ich verknüpfe Freiraum mit Weiterentwicklung und mit der Frage, wie ich mein Leben verbringen möchte? Mit Bewusstwerden meiner Prägung aus der Vergangenheit, meines Wertesystems und mit meiner Haltung. Weil es das ist, was mich unbewusst steuert und ich darüber in meine bewusste Steuerung komme.

Mit welcher Haltung bin ich im Leben unterwegs? Wie möchte ich mein Leben gestalten, was sind meine Bedürfnisse, meine Wünsche und Träume, was ist meine Mission, was meine Vision?

Bewusstsein ist der Schlüssel zur Klarheit. Und Klarheit brauche ich, um wirksam zu werden. Im Innen wie im Außen.

Als freiheitsliebender Mensch empfinde ich Freiraum als essentiell. Er öffnet mich und ermöglicht es mir lösungsorientiert zu denken.

2. Das C-Wort ist in aller Munde. Welchen Freiraum vermisst du ganz besonders?

Ich vermisse es, unterwegs zu sein. Meine Kreise zu ziehen. Im unterwegs sein meine Mitte zu finden. Über die Verbindung zum Außen, mit mir in Verbindung zu sein. Natürlich mache ich das zur Zeit in gewisser Weise auch online, doch der persönliche Kontakt mit Menschen in meinen Workshops, Seminaren und Coachings fehlt mir. Live mitzuerleben, wie sich während eines Klärungsprozesses langsam ein Aha-Effekt bei den Menschen entwickelt, mit denen ich arbeiten darf. Dieses gewisse Aufblitzen in den Augen, das mag ich besonders.

Privat bin ich gern mit Bus und Hund auf Reisen, entweder um Familie und Freunde zu besuchen oder um neue Orte zu entdecken und Menschen und deren Lebenskonzepte kennenzulernen. Diesen Freiraum vermisse ich momentan sehr.

3. Wenn es um dich herum mal wieder hoch hergeht, was tust du dir Gutes um wieder in deine Mitte zu kommen?

Die Natur ist meine Kraftquelle. Die Möglichkeit, jederzeit raus in die Natur zu gehen ist für mich ein Geschenk. Hier tanke ich auf, erkunde neue Wege, erklimme Gipfel oder kraxele am Berg. Ich mag es, mich als ein Teil der Natur zu sehen und in die bunte Farbenpracht der Jahreszeiten einzutauchen, weil es mich in meine Mitte bringt. Mich körperlich auspowern und gleichzeitig die Seele baumeln lassen. Ich liebe das und ich brauche das. In der Natur entdecke, reflektiere, genieße und gestalte ich. Sie erdet mich und beschenkt mich mit Inspiration und wertvollen Impulsen.

4. Im Moment verbringen wir viel Zeit zu Hause. Die Innenarchitektin in mir möchte gerne wissen, wo du dir gerade mehr Freiraum in deinen Räumen wünschst?

Ich habe allen Freiraum, den ich benötige. Warme, sonnige, lichtvolle Räume umhüllen mich und beim Rausschauen, empfängt mich ein weiter Blick auf die Bergwelt. Hier fühle ich mich wunschlos glücklich.

5. und 6.
Welche deiner Lebens- bzw. Arbeitsräume liebst du gerade ganz besonders und warum? Okay, das sind gleich 2 Fragen.

Die Natur ist für mich der beste Coach und daher nutze ich sie unglaublich gern als ‚Arbeitsraum’. Als Coach gehe ich oft mit dem Coachee raus, weil wir dort viel leichter in Flow kommen.
Über die körperliche kommt auch die geistige Bewegung auf Puls. Die Seele ist darin das verbindende und existentielle Element. Gerade für ausgeprägte Kopf-Menschen bewirkt so ein Klärungsprozess in der Natur immens viel.

Und da ich es liebe, wenn sich ein Prozess über mehrere zusammenhängende Tage voll entfaltet und dies im Austausch mit Anderen und Gleichgesinnten, ist eines meiner Angebote, die ‚Alm:Auszeit’. Sie bietet einen wunderbaren Rahmen abseits von Mainstream-Coaching oder Tschaka-Veranstaltungen.

Ich mag mein Leben sehr, so wie es derzeit verläuft. Ich habe mich quasi dorthin gesteuert, wo ich heute stehe. Früher weniger bewusst als unbewusst. Mit bald 30 Jahren stetiger Reflexionsarbeit im Gepäck, nehme ich heute sehr früh wahr, was wichtig für mich ist und was nicht. Stets die Frage im Hintergrund: Bringt mich das weiter oder bremst es mich auf meinem Weg?

Der berufliche Part, mein Arbeitsraum, ist also ein wesentlicher Teil meines Lebensraumes, denn ich lebe meine Berufung. Daher sehe ich meine Arbeit nicht wirklich getrennt von meinem Privatleben. Weil ich stets gute Impulse über Begegnungen mit anderen Menschen erhalte und darüber inspiriert werde. Love it.

7. Ich glaube daran, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn wir mehr von dem tun, was uns wirklich am Herzen liegt. Was ist dein Herzensthema?

Liebe ist das einzig verbindende Element im Leben. Mein Herzensthema ist es also, Menschen sowohl in ihre Klarheit zu bringen als auch auf dem Weg in ihre Selbstliebe zu begleiten. Je klarer ich das für mich habe, je mehr ich mich selbst akzeptiere, schätze und liebe, desto mehr strahle ich dies aus. Und diese Wirkung im Innen, dieses sich ausbreiten dürfen der Seele in meinem Körper und Geist und dies auch zu spüren, das hat Wirkung nach Außen. Das macht die Welt zu einem besseren Ort. Inside out. Mit den Menschen, für den Menschen und damit, für die Welt.

Und weil genau dies mein Herzensthema ist, bringe ich dieses Herzensthema in die Welt mit meinen #Busgesprächen. So kann ich meine Leidenschaft des Unterwegs seins und des Kreise ziehen über Gespräche mit interessanten Menschen, jede und jeder auf ihre Art und Weise, über ihre Haltung im Leben, interviewen. Was macht die Welt zu einem besseren Ort? Auch das.

8. Was motiviert dich an deinem Herzensthema dranzubleiben, wenn dich mal ein Durchhänger plagt?

Ich lenke den Blick auf das Gute und Schöne in der Welt. Unser Gehirn lässt sich da prima mit der Zeit trainieren. Irgendwann kannst Du gar nicht mehr anders, als Dir auch immer die andere, die positive Seite der Medaille anzuschauen. D. h. nicht, dass ich die Augen verschließe, vor dem was ist oder wenn etwas nicht okay ist. Aber ich entscheide, was meine Aufmerksamkeit bekommt, und ob ich daran etwas ändern kann und will oder nicht.

Stell es Dir vor, dass ein Regentropfen auf eine absolut glatte Wasseroberfläche trifft. Dieser kleine Wassertropfen entwickelt sich stets von Innen nach Außen und nicht andersrum. Mit der Zeit werden die kleinen Kreise immer größer und breiten sich aus, bis sie sich wieder mit der ruhigen Wasseroberfläche von vorher vereinen.

Klar haben die äußeren Bedingungen auch Auswirkungen auf mich. Es gibt Situationen, die kann nur ich ändern, und es gibt Situationen und Regeln, auf die habe ich keinen Einfluss. Ich habe jedoch immer Einfluss darauf, wie ich damit umgehe. Will ich wirklich, dass mich die Situation, die mir vielleicht nicht Recht ist, runterzieht oder steuere ich bewusst dagegen?

9. „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du den Raum verlässt!“, sagt Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Jetzt bin ich gespannt! Was sagst du über mich, wenn ich den Raum verlasse?

Die Freiraumfrau, also Du, liebe Angelika, beeindruckst mich. Es ist so schön, dass wir in Verbindung stehen und ich freue mich und danke Dir, dass Du zu Deinem 10jährigen Markengeburtstag u. a. auch mit mir dieses Interview zum Thema Freiraum führst. Ich glaube auch, dass es genau das ist, was uns verbindet.

Ich nehme Dich als sensible und gleichzeitig starke und mutige Frau wahr, die stets bereit ist, sich zu reflektieren und weiterzuentwickeln, im Sinne eines lebenslangen Lernens.
Du liebst das Leben und bist neugierig und offen für das, was da noch kommen mag.
Du nimmst uns mit auf Deine persönliche Lebensreise, zeigst Dich über Deine wunderbare Kreativität, inspirierst über Deine Veröffentlichungen und hast den Mut, Dich nicht nur stark sondern auch mal schwach zu zeigen.
Deine Lebensfreude findet Ausdruck über Deine Illustrationen und ‚Dein Haus am See auf Rädern’. Das war es auch, was mich vor vielen Jahren auf Dich hat aufmerksam werden lassen.

Deine Marke Freiraumfrau ist einzigartig. Nicht, weil es einfach ein genialer Markenname ist. Vielmehr, weil Du es (vor)lebst.

10. Ich stehe an der Schwelle zu den nächsten 10 Freiraumfrau-Jahren. Was gibst du mir mit auf den Weg? Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Inspiration? Ich bin gespannt.

Bleib dran. Sei liebevoll mit Dir. Vertraue Dir und sei weiter mutig. Strahle und zeig’ Dich. Schenke Dich der Welt. Die Welt braucht Menschen wie Dich, die bereit sind, sich weiterzuentwickeln und ihren Traum zu leben. Du machst das Leben bunter – nicht nur, sondern auch über Deine wunderschönen Illustrationen. Mehr davon bitte.

Danke für deine Wegbegleitung und deine Antworten!

Fotocredit: Bela Raba 

Mit mir arbeiten: „Freiraum kreieren!“

Ich begleite dich aus Engstellenzeiten hin zu mehr Freiraum in deinem Leben. Die Essenz unserer Gespräche verankere ich meinen Zeichnungen.