frei:heraus – 10 Fragen an Sylvia Grotsch

10 Jahre Freiraumfrau

Von der Geburt meiner Marke bis heute traf ich wunderbare Menschen, die mir halfen an entscheidenden Kreuzungen den richtigen Weg einzuschlagen. Menschen, die mir ihr offenes Ohr schenkten und den Spiegel vorhielten. Die mir mit Rat & Tat zur Seite standen oder durch ihr Wirken mein Vorbild sind. Zum Jubiläum beschenken mich Wegbegleiterinnen mit inspirierenden Antworten auf meine zehn Fragen.

Meine heutige Interviewpartnerin ist Sylvia Grotsch!

Sylvia traf ich, wie so viele in meinem Netzwerk, zu allererst in Social Media. Sie ist meine Lieblingsastrologin. Ich mag, wie sie astrologische Zusammenhänge pragmatisch und mit klaren Worten auf den Punkt bringt. Ihre astrologischen Beratungen, die ich als Audiodateien bekomme, begleiten mich seit vielen Jahren. Und ich höre regelmäßig in diese Dateien hinein. Auf meinen Freiraumbus-Reisen haben wir uns auch in echt kennengelernt. In diesem Jahr erstelle ich jeden Monat für Sylvia eine Zeichnung der astrologischen Zeitqualität anhand eines Youtube-Videos. Die Zeichnungen der astrologischen Motivationskarten, die Sylvia im Angebot hat, stammen auch aus meiner Feder.

Liebe Sylvia:

1. Meine Lieblingsfrage steht gleich am Anfang. Freiraum ist ein großes Wort, unter dem jeder sich etwas anderes vorstellt. Was bedeutet Freiraum für dich?

Ich gehöre noch zur Generation, die mit 21 Jahren volljährig wurde, diese Zahl war der personifizierte Freiraum, dem ich ab meinem vierzehnten Lebensjahr entgegenfieberte! Dann war es das Abitur, der Auszug aus dem Elternhaus, bestandene Prüfungen an der Uni. Im Rückblick kommt es mir so vor, als wäre nach jedem eroberten Freiraum ein neues, weiteres Bedürfnis nach noch mehr davon aufgetaucht. So war dann eines Tages auch die Selbstständigkeit das erklärte Ziel, das mir mehr Freiraum geben sollte. Heute bedeutet Freiraum zu haben, keinem weiteren, äußeren Ziel entgegenzugehen, sondern einen freien Kopf zu bekommen – jeden Tag neu. Das heißt, mich an meine Tagesstruktur zu halten, anstehende Aufgaben zu erledigen und nichts vor mir herzuschieben. Außerdem trenne ich mich innerlich und äußerlich von allem, was mich belastet und was ich nicht mehr brauche. Freiraum ist heute mehr ein geistiger Zustand, der abhängig davon ist, wie gut es mir gelingt, Dinge, die getan werden müssen, einfach zu tun und das zu akzeptieren, was ich nicht beeinflussen kann.

2. Das C-Wort ist in aller Munde. Welchen Freiraum vermisst du ganz besonders?

Ich sitze gerne im Freien, bei einem Kaffee, manchmal mit, manchmal ohne Computer. Dazu gehe ich immer in ein ganz bestimmtes Restaurant in der Nähe meiner Wohnung, im Sommer mit Sitzmöglichkeit draußen. Unter großen, alten Bäumen, eingerahmt von gepflegten Häusern mit weißen Stuckfassaden. Dieses „schnell mal raus und woanders hingehen“ können, das habe ich im Frühjahr sehr vermisst und jetzt auch im Herbst, besonders an den Tagen, als es hier in Berlin noch wunderbar sonnig und warm war. Ich hüte mich allerdings auch davor, zu sehr und zu oft an das zu denken, was gerade nicht geht, sondern überlege mehr, was möglich ist und was mir guttut. Und klar, ich würde auch gerne – wie vielleicht viele von uns – verreisen, so wie ich Lust und Laune habe. Dann befasse ich mich eben mit etwas anderem, bis hoffentlich wieder (mehr) Reisen möglich sind.

3. Wenn es um dich herum mal wieder hoch hergeht, was tust du dir Gutes um wieder in deine Mitte zu kommen?

Hilfreich ist für mich immer, mir in „Stoßzeiten“ einen bestimmten Zeit-Rahmen für einzelne Aufgaben zu setzen und mich daran zu halten. „Geh langsam, wenn du es eilig hast“ tut mir dabei immer sehr gut und erinnert mich daran, dass langsam machen mich meist sehr viel weiterbringt, als mich hetzen zu lassen. Je entspannter und ruhiger ich reagiere und mich nicht von den Anforderungen von außen mitreißen lasse, desto schneller löst sich der Stau dann auch wieder auf. Außerdem helfen mir Listen. So kann ich, wenn es hoch hergeht, auch einfach mal für einen halben Tag alles sein lassen, weil ich weiß, dass mir nichts davonläuft.

4. Im Moment verbringen wir viel Zeit zu Hause. Die Innenarchitektin in mir möchte gerne wissen, wo du dir gerade mehr Freiraum in deinen Räumen wünschst?

Ich sehe da gleich meine Bücher-Regale vor mir, die noch mehr Luft gebrauchen könnten. Mich von Büchern zu trennen ist eine ziemliche Herausforderung für mich. Außerdem würde ich mein Büro gerne komplett papierlos machen ­­oder auf höchstens drei Ordner reduzieren. Ich ahne schon wieder neue Freiräume …

5. und 6.
Welche deiner Lebens- bzw. Arbeitsräume liebst du gerade ganz besonders und warum? Okay, das sind gleich 2 Fragen.

Da ich immer im Homeoffice arbeite, gehen Lebens- und Arbeitsräume ineinander über und ich kann diese gar nicht voneinander unterscheiden. Ich liebe es, im Homeoffice zu arbeiten, weil es mir Wege erspart und ich alles, was ich neben meiner Arbeit machen will, sofort zur Hand habe und ich ganz leicht zwischen beruflichen und privaten Tätigkeiten hin- und herwechseln kann. Ein Kaffee zwischen zwei Beratungen, Vögel füttern auf dem Balkon oder schnell mal ein Blick aufs Mittagessen im Backofen. Leben und Arbeiten zu trennen, passt nicht zu mir, vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich mein Hobby zu meiner Arbeit gemacht habe. Deshalb nimmt mein Homeoffice auch einen gut sichtbaren Teil meines Wohnzimmers ein.

7. Ich glaube daran, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn wir mehr von dem tun, was uns wirklich am Herzen liegt. Was ist dein Herzensthema?

Ein bisschen „missionarisch“ bin ich schon unterwegs. Mir liegt sehr am Herzen, immer wieder über Artikel auf meinem Blog darauf zu verweisen, dass ein persönliches Horoskop nichts mit Wahrsagerei zu tun hat, sondern ein wertvolles Instrument ist, mehr über sich zu erfahren. Über seine Schwerpunkte im Leben, seine besonderen Begabungen und Herausforderungen. Eine astrologische Beratung hat vor fast vierzig Jahren mein Leben so sehr zum Guten gewendet, dass ich mir wünsche, dass Menschen sich noch viel mehr dieses Instrumentes bedienen. Nicht als allein seligmachende Wahrheit, sondern als Möglichkeit, mal aus einer ganz anderen Perspektive auf das eigene Leben zu schauen und Neues für sich zu entdecken.

8. Was motiviert dich an deinem Herzensthema dranzubleiben, wenn dich mal ein Durchhänger plagt?

Durchhänger sind ein Zeichen, dass ich eine kürzere oder längere Pause brauche. Früher bin ich da oft auch mal drüber weggegangen, heutzutage nehme ich das sehr schnell wahr und sorge dafür, dass ich etwas tue, was meine Batterien wieder auflädt. Das kann eine Mütze Schlaf mitten am Tag sein, ein Spaziergang oder – wie oben erwähnt – ein kleiner Ortswechsel, der mich aus dem Homeoffice rausführt und mir neue Eindrücke bietet. Auch mehrere, eingestreute „freie Wochen“ innerhalb des Jahres tragen dazu bei, dass ich nicht lockerlasse, bis ich den Rest der Welt vom Wert der Astrologie überzeugt habe 😊.

9. „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du den Raum verlässt!“, sagt Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Jetzt bin ich gespannt! Was sagst du über mich, wenn ich den Raum verlasse?

Tolle Frau, die hartnäckig an ihrem Traum festgehalten und verwirklicht hat.

10. Ich stehe an der Schwelle zu den nächsten 10 Freiraumfrau-Jahren. Was gibst du mir mit auf den Weg? Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Inspiration? Ich bin gespannt.

Gesund bleiben, liebe Angelika! Indem du gut auf dich und deine Wünsche achtest und weiter viel von dem tust, was dich erfüllt und zufrieden macht.

Danke für deine Wegbegleitung und deine Antworten!

Foto: privat

Mit mir arbeiten: „Freiraum kreieren!“

Ich begleite dich aus Engstellenzeiten hin zu mehr Freiraum in deinem Leben. Die Essenz unserer Gespräche verankere ich meinen Zeichnungen.