Tag 20 und 21: Wertschätzende Gespräche in Springe.

Zeichnung-und Fotos Tischgespräch in Springe von Freiraumfrau

Springe begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und, – endlich – Wärme. Ich saß in der Sonne vor dem Café M14 in der Fußgängerzone und frühstückte. Dort fand ich folgenden Spruch in der Speisekarte:

„Eine gute Unterhaltung ist genauso anregend, wie ein schwarzer Kaffee und man kann genauso schlecht danach schlafen.“ Anne Morrow Lindbergh

Dieses Zitat trifft die Essenz meiner Reisegespräche sehr. Genauso fühlte es sich bisher immer wieder an.

Ich war aufgeregt vor dem Tischgespräch bei Birgit Michel. Aufgeregt wie bei jedem anderen Tischgespräch davor auch. Es ist dabei egal, ob ich die Menschen schon virtuell, oder so wie bei Birgit bereits in echt kenne. Mein Herz rutschte mir jedes Mal vor Aufregung in die Hose. Deshalb ging ich auch erst noch eine Runde waldbaden und saß an den Wurzeln eines riesigen Baumes um mich zu erden.

Birgit und ich lagen zur Begrüßung gleich in den Armen. Sie war genauso aufgeregt wie ich. Das fand ich beruhigend zu wissen. Dank des herzlichen Willkommens war unsere Aufregung sofort verflogen. Genau in so einem Moment weiß ich dann immer wieder, weshalb ich auf Tischgespräche-Reise gehe. Es ist für mich ein großes Geschenk bei Menschen zu Gast zu sein und genauso wie ich bin, willkommen zu sein.

Der Freiraumbus durfte in der Einfahrt parken und hatte wunderbaren Weitblick über die Felder. Gut, dass ich mittlerweile rückwärts einparken kann. Viel Spielraum nach rechts und links gab es in der Einfahrt nicht.

Birgit hatte die lange Tafel schon liebevoll eingedeckt. Von mir gesellten sich dann nur noch ein paar Karten-Leporellos als Deko dazu. Doch bevor dann am frühen Abend die Gäste kamen, durfte ich erstmal einen köstlichen, glutenfreien Käsekuchen kosten.

Birgits große Leidenschaft ist das Nähen von feinen Poncho-Einzelstücken. Mit viel Liebe zum Detail wird jeder mit kreativen Patchwork-Zierelementen versehen. Häufig gibt es dazu passende Stulpen. Birgits kreative Werke kannst Du auf Kreativmärkten rund um Hannover direkt bei ihr erwerben.

Mein Herz hüpfte vor Freude, denn ich bekam ein Paar Stulpen, natürlich in meinen Farben zur Begrüßung geschenkt. Das Leben meint es wirklich gut mir mir. Danke, liebe Birgit.

Und dann kamen auch schon die Gäste. Besonders freute mich, dass Christine Jung  spontan aus Hannover anreiste. Sie hatte nach der feinen Rezension von Heike Tharun mein Buch entdeckt und holte es sich nun persönlich ab. Ebenso freute mich, dass Andrea Stanke ihrer Schwester vom meinem Tischgesprächsformat erzählt hatte und diese sich nun ebenfalls zu uns gesellte.

Falls Du Dich jetzt wunderst. Birgit hatte mir natürlich ihr Okay gegeben, weitere Menschen an ihren Tisch zu bitten. Auch dieses Vertrauen ist für mich ein ganz besonderes Geschenk.

Zu Acht saßen wir rund um den Tisch. Zum Start durfte jede eine Karte aus meinem Kartenset ziehen und sich kurz vorstellen. Es war sehr berührend, dass uns die Karten gleich intensiv miteinander ins Gespräch brachten. Herzensthemen wurden in Worte gefasst. Wieder einmal ging es um die Herkunftsfamilien, die uns prägten. Und es war spannend zu sehen, dass wir alle unsere, ich sage mal „Lebenspäckchen“ mit uns herumtragen. Die Themen ähnelten sich.

Es ging um Freiraum, Mut und die Ehrlichkeit und natürlich um das Dranbleiben. Wer Veränderung in seinem Leben möchte, darf bei sich selber anfangen. Der Freiraum für tiefgehenden Austausch tat allen gut.

Ich sage: „Danke, liebe Tischrunde für Euer intensives Einbringen und die wertschätzenden Impulse!“

Noch lange saß ich mit Birgit zusammen, nachdem die letzten Gäste gegangen waren. Wir ließen den Abend bei einem Wein ausklingen. Zu dumm, dass wir den Wechsel auf die Sommerzeit dabei nicht auf dem Schirm hatten. So kam der Sonntagmorgen schneller als „erwartet“…

Am Morgen genoß ich den Weitblick über die Felder direkt aus meinem „Schlafzimmerfenster“ im Freiraumbus. Leider hatte sich die Wärme des Vortages wieder in eine steife, kühle Brise verwandelt. Das spürten wir dann später beim gemeinsamen Spaziergang. Immerhin bekamen wir so den Kopf nach dem vorangegangenen intensiven Gesprächstag wieder frei.

Und dann war es leider auch schon wieder Zeit um Abschied zu nehmen. Der Freiraumbus fuhr über Landstraßen Richtung Hofgeismar, wo ich am nächsten Tag die Septemberfrau aka Elvira Löber treffen wollte.

Danke, liebe Birgit für Deine Gastfreundschaft und die feine Zeit bei und mit Dir.