In der allerersten Nacht habe ich mir vor Angst fast in die Kutte gekackt…

In der allerersten Nacht habe ich mir vor Angst fast in die Kutte gekackt.

Kurz vorher hatte ich den Freiraumbus beim Händler abgeholt und war nach 3 Stunden Einweisung mit schweißnassen Achselhöhlen vom Hof gefahren.

In dieser ersten Nacht standen wir ganz allein auf einem kleinen Wohnmobilstellplatz. Jedes Geräusch ließ mich panisch aufschrecken. Mein Herz hätte jedes EKG-Gerät in den Wahnsinn getrieben. An Schlaf war nicht zu denken in dieser Nacht. Zwischendurch fragte ich mich, wieso ich überhaupt auf die Idee gekommen war, mir ein Wohnmobil zu kaufen.

Das war vor über 7 Jahren.

Der Morgen nach dieser denkwürdigen, ersten Nacht begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein. Stolz postete ich mein mein allererstes Frühstück im Freiraumbus auf Twitter. Verflogen waren die Spinnweben meiner nächtlichen Panik.

Den Freiraumbus am Straßenrand, abseits von Camping- oder Stellplätzen abzustellen, das traute ich mich erst nach etwa 200 Nächten.

Und dann waren da noch:

  • Autos, die Schleuderkreise zogen.
  • Plätze, die bei Tag gut ausschauten und dann in der Nacht gruselig wurden.
  • Saukalte Nächte und megaheiße.
  • Funkelnde Sternenhimmel und prasselnde Regenschauer.
  • Schnee, der von den Bäumen taute und laut aufs Dach platschte.
  • Nächtliche Sirenen der freiwilligen Feuerwehr.
  • Einen Hubschrauber, der unmittelbar neben dem Freiraumbus landete und mir einen Riesenschreck einjagte.

Eines aber hatten alle Nächte gemeinsam.

Am nächsten Morgen stand ich meist an einem schönen See oder ging zum Strand. Ich wachte einfach an einem anderen Ort auf! Weshalb ich mir den Freiraumbus gekauft hatte, wusste ich spätestens genau dann, wenn ich mit dem Kaffee in der Hand den Sonnenaufgang bewunderte!

Viele wunderbare, fröhliche, besondere, mutige, erstaunliche, schöne Erlebnisse durfte ich in den letzten 7 Jahren in die Schatzkiste meiner Erinnerungen packen.

Heute feiere ich 700 Nächte, die in meinem Logbuch verzeichnet sind.

Ich freue mich aus tiefstem Herzen, dass ich mich auf den Weg gemacht habe und weiß: „Der Freiraumbus war und ist eine der besten Entscheidungen meines Lebens!“ Stell dir mal vor, ich wäre gar nicht erst losgefahren oder hätte nach der ersten Nacht aufgegeben… Was hätte ich da alles verpasst!

„Wovor hast du so großen Respekt, dass du dir vor Angst in die Kutte kackst?“

Welchen ersten Schritt für dein Herzensthema willst du gehen?
Ich bin gespannt auf deine Geschichte.

Manchmal gelingt der erste Schritt nur mit ein wenig Unterstützung. Sollte das bei dir so sein, dann lass uns gemeinsam Freiraum kreieren. Du weißt ja, wo du mich findest. Ich arbeite im Freiraumbus und steuere die 777. Nacht an.

Hier schreibe ich, die Freiraumfrau über Freiraum und was passiert,
wenn er fehlt. Ich unterstütze dich, mehr Freiraum in deinem Leben zu kreieren. Die Essenz meiner Coachings bringt ich in meinen Zeichnungen für dich auf den Punkt.