frei:heraus – 10 Fragen an Carina Schimmel

10 Jahre Freiraumfrau

Von der Geburt meiner Marke bis heute traf ich wunderbare Menschen, die mir halfen an entscheidenden Kreuzungen den richtigen Weg einzuschlagen. Menschen, die mir ihr offenes Ohr schenkten und den Spiegel vorhielten. Die mir mit Rat & Tat zur Seite standen oder durch ihr Wirken mein Vorbild sind. Zum Jubiläum beschenken mich Wegbegleiter:innen mit inspirierenden Antworten auf meine zehn Fragen.

Meine heutige Interviewpartnerin ist Carina Schimmel:

„Die Welt braucht mehr wunderbare Gedanken!“, sagt Carina Schimmel auf ihrer Homepage.

Und genau durch wunderbare Gedanken hatten wir eine wunderbare Begegnung. Ich war auf einem Spaziergang und hörte ihre Podcastfolge 73: „Das Leben ist so einfach“, die mir „zufällig“ morgens in Social Media vorbeigetragen wurde. Ich ging mit dem Thema in Resonanz und da ich weiß, dass es keine Zufälle gibt, vertraute ich an diesem Tag meinem Bauchgefühl und rief Carina an. Sie war nicht da und ich sprach meine Begeisterung über die Podcastfolge auf ihren Anrufbeantworter. Im Laufe des Tages rief sie zurück, war sehr berührt über meine Worte und fragte mich spontan, ob ich ihre Interviewpartnerin bei einer der nächsten Podcastfolgen sein wolle. Ich sagte spontan ja und war Gast in Folge 75, die heißt: Einzigartigkeit Freiraum.

Das Besondere ist, dass Carina und ich uns bereits 2017 auf dem wunderbaren Eigenstimmigfest in echt getroffen hatten. Wir waren danach vernetzt, mehr aber auch nicht. Doch das Leben wandelt sich und wir uns mit ihm. Und seit der Podcastfolge und auch, weil wir uns regelmäßig im Magnetprodukt-Club lesen und sehen, hat sich das grundlegend geändert.

Liebe Carina:

1. Meine Lieblingsfrage steht gleich am Anfang. Freiraum ist ein großes Wort, unter dem jeder sich etwas anderes vorstellt. Was bedeutet Freiraum für dich?

Was bedeutet Freiraum für mich ist eine gute Frage und ich versuche mal, eine Antwort in Worte zu fassen:

Freiraum beginnt in mir. Wenn sich mein Kopf anfühlt, als wäre er leer oder annähernd leer. Wenn ich nicht verhaftet bin in bestimmten Gedanken. Wenn alle „ich müsste/sollte“ und „eigentlich“ Gedanken dieser Welt gerade nicht mehr mein Oberstübchen besetzen. Wenn ich meine Gedanken frei fließen lassen kann, ohne sie einzuschränken noch bevor sie sich in stumme Worte geformt haben. Wenn ich mich einfach ich selbst sein lassen kann.

Genauso verhält es sich mit dem Freiraum im Außen. Wenn nicht alles so zugestellt ist. Wenn noch Platz bleibt für Neues. Auch in meinem Terminkalender liebe ich die weißen Flecken.

Freiraum hat für mich aber auch viel mit Bewegung zu tun. Kann ich mich frei bewegen? Alleine von meinen körperlichen Gegebenheiten her. Habe ich Schmerzen und fühle mich steif oder fühle ich mich eher leicht und flexibel.

Ich glaube, das ist für den Moment alles, was mir dazu einfällt.

2. Das C-Wort ist in aller Munde. Welchen Freiraum vermisst du ganz besonders?

Unsere Familienfeiern vermisse ich ganz besonders. Wir haben ein Weihnachts- und Ostertreffen zwischen meiner engen Familie und der meines Mannes. Die sind nun ausgefallen.

Dann noch Frühstücken gehen. Mich in ein Café setzen mit Menschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Mit meinem Mann einen ungeplanten Urlaub machen.

3. Wenn es um dich herum mal wieder hoch hergeht, was tust du dir Gutes um wieder in deine Mitte zu kommen?

Tief durchatmen und abwarten. Durch das Abwarten bringe ich Abstand zwischen mich und die äußeren Gegebenheiten. So dass ich auch nicht das Gefühl habe, alles regeln zu müssen. Manche Dinge kann ich beeinflussen und manche eben auch nicht. Der Abstand hilft mir dabei das zu erkennen und schenkt mir in der Regel auch wieder mehr Ruhe.

Ein ausgedehnter Waldspaziergang mit meinen Hunden hilft mir auch schon, wieder in meine Mitte zu kommen. Die Zeit im Wald vergeht für mich gefühlt anders und meine Gedanken können dort richtig schon in den Fluss kommen.

Es ist also gar nicht so viel, das ich TUE. Es ist vielmehr so, dass ich versuche mir den Raum zu schaffen, in dem dieses Gefühl von Mitte wieder Platz findet.

4. Im Moment verbringen wir viel Zeit zu Hause. Die Innenarchitektin in mir möchte gerne wissen, wo du dir gerade mehr Freiraum in deinen Räumen wünschst?

Ehrlich gesagt wünsche ich mir gleich ein neues Haus. Wir hatten im letzten Jahr damit begonnen, uns nach einem Heim umzusehen, das wir zu unserem machen können. Mit Land drumherum für unsere Tiere.

Deshalb gebe ich gar nicht mehr viel Energie in die jetzigen Räume, sondern träume mich, wann immer ich kann, zu diesem neuen (noch unbekannten) Ort.

5. und 6.
Welche deiner Lebens- bzw. Arbeitsräume liebst du gerade ganz besonders und warum? Okay, das sind gleich 2 Fragen.

Ich mag mein Büro besonders. Zum einen, weil ich es wiederhabe. Denn durch das Homeoffice meines Mannes war es mir kurz abhanden gekommen. Zum anderen kann ich hier so richtig schön kreativ sein. Ich habe ein großes Fenster vor meiner Nase, viel weiß mit Farbtupfern von altrosa und grün darin. Das mag ich!

Dann ist da noch die kleine Terrasse hinter unserem Esszimmer. Das ist mein kleines Außenparadies. Da sind meine Lieblingspflanzen um mich herum. Auch wenn es heiß ist, kann ich es dort aushalten und ich bin weg von der Straße. Die einzigen Nachbarn, die mich dort sehen können, mag ich. Und ich liebe auch das Insektengebrumme um mich herum.

7. Ich glaube daran, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn wir mehr von dem tun, was uns wirklich am Herzen liegt. Was ist dein Herzensthema?

Mein Herzensthema sind die wunderbaren Gedanken. Ich denke, dass die Welt mehr wunderbare Gedanken braucht und Menschen, die sie denken.

Wunderbare Gedanken sind Gedanken, die einen Unterschied machen. Sie lösen kribbelige Gefühle in uns aus, berühren und inspirieren. Jeder von uns sollte mehr davon haben, findest du nicht auch?

Deshalb schreibe und spreche ich über sie und trage sie so in die Welt.

8. Was motiviert dich an deinem Herzensthema dranzubleiben, wenn dich mal ein Durchhänger plagt?

Ich wünsche mir eine Welt, in der Kinder Kinder bleiben dürfen. Eine Welt, in der sie nicht schon so früh beurteilt und bewertet werden. Ich wünsche mir, dass sie die Welt entdecken und dabei Freude haben dürfen. Und ich wünsche mir eine Welt, in der sie alles sein können, was sie wollen.

Das wünsche ich mir für die kleinen und die großen Kinder.

Dafür trage ich wunderbare Gedanken in die Welt, weil ich weiß, dass jeder von ihnen einen Unterschied machen kann, der genau diese Welt möglich macht.

9. „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du den Raum verlässt!“, sagt Jeff Bezos, der Gründer von Amazon. Jetzt bin ich gespannt! Was sagst du über mich, wenn ich den Raum verlasse?

Ich sage, dass Angelika ein Mensch ist, mit viel Weisheit. Dass sie Dinge sieht, die Anderen noch verborgen sind. Dass sie Weisheit in Wortbildern so ausdrücken kann, dass sie die Menschen, die sie betrachten ohne weiteres Zutun beeindrucken.

10. Ich stehe an der Schwelle zu den nächsten 10 Freiraumfrau-Jahren. Was gibst du mir mit auf den Weg? Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Inspiration? Ich bin gespannt.

Spiele so viel du kannst und hab Freude an allem, was du tust!

Danke, liebe Carina für deine wunderbaren Antworten!

Fotocredit: Lucie Greiner



Alle Interviews auf einen Blick findest du hier: frei:heraus – 10 Fragen an…


Mit mir arbeiten: „Freiraum kreieren!“

Ich begleite dich aus Engstellenzeiten hin zu mehr Freiraum in deinem Leben. Die Essenz unserer Gespräche verankere ich meinen Zeichnungen.