Tischgespräche mit der wunderbaren Sabine Dinkel: Von Strandgutpoesie, Tumormarkern und Cremant in Bad Bergzabern

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Auf der Ostseereise hatte ich es nicht geschafft, Sabine zu besuchen. Als sie erzählte, dass sie wieder mal zur onkologischen Hyperthermie nach Bad Bergzabern in die Pfalz fuhr, da war klar, ich fahre spontan entschlossen in die Pfalz.

Nach meinem feinen morgendlichen Tischgespräch mit Heike Schauz fuhr der Freiraumbus spontan noch ein bisschen durch Frankreich um einen Abstecher nach Wissembourg zu machen. Ich ergatterte einen Parkplatz mitten im Ort und erkundete die Stadt. Auf dem Rückweg zum Auto musste ich unbedingt noch Kirschen und Cremant kaufen. Ich wollte für alle Eventualitäten gewappnet sein. Schließlich gab es ja etwas zu feiern.

Also auf nach Bad Bergzabern.

Sabine erwartete mich vor der Klinik. Das Wetter war so warm, dass wir uns entschlossen, die Picknickdecke im Klinikgarten auszubreiten. Gut gekühlter Cremant, dazu Kirschen und Kuchen, das ist schon standesgemäß zum Feiern.

Sabines neuestes 4. (Aufstell)-Buch war gerade druckfrisch eingetroffen. Vor lauter Chemotherapie, der Reise nach Bad Bergzabern und doofen Blutwerten hatte es noch keine richtige Würdigung erfahren. Das haben wir an diesem Abend geändert. Denn das Leben ist jetzt und darf gefeiert werden.

Strandgutpoesie ist ein

»Ichtuewas-Buch«, das weder moralinsauer noch ermahnend daherkommt, sondern mit liebevollem Witz zum Nachdenken und Nachmachen anregt. Das ideale Buch für Meeresfreunde, die mit geringem Einsatz die Welt ein bisschen besser machen wollen.


Du siehst mich auf dem Bild oben, wie ich gerade die Cremantflasche öffne. Und dann gab es noch Kirschen und Kuchen zur Feier des Tages.

Wir hatten wunderbare Gespräche, über das Leben, den Tod, die Liebe und die Strandgutpoesie. Am nächsten Tag haben wir unsere Gespräche fortgesetzt. Die doofen Nachrichten von gestiegenen Tumormarkern versenkten wir in extra großen Eisbechern.

Ich erzählte von meinen Tischgesprächen auf Reisen und habe Sabine mein neues Herzensprojekt „Frag die Freiraumfrau!“ vorgestellt. Es tat so gut von Sabine Zustimmung und Ermutigung zu meinem neuen Format zu hören. Außerdem haben wir eine Art von größerem Tischgespräch ausgeheckt, das wir dann realisieren, wenn ich mit dem Freiraumbus in Hamburg und Umgebung bin.

Liebe Sabine,
es war eine Freude Dich in Bad Bergzabern zu treffen.
Danke für wertvolle Gespräch mit Freude und Tiefgang, mit Lachen und Tränen.
Bitte wirf Deinen Lebensball immer wieder weit ins Spielfeld des Lebens, damit wir noch viele schöne Bücher von Dir zu lesen bekommen.

 

***Mehr über Sabine Dinkel:
*Homepage: sabinedinkel.de
*Ihr Erstlingsbuch: Hochsensibel durch den Tag, das ich hier besprochen habe.
*Ich kenne kein Buch über Krebs, das so humorvoll ist. Und lege es jedem ans Herz, der sich mit dem Thema beschäftigen muss: Krebs ist, wenn man trotzdem lacht.
*Nummer 3 im Bunde ist ihr Comictagebuch: Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens, in der sie auf sehr wundervolle Weise ihren Weg durch Diagnose und Chemo in einem witzigen Cartoon dokumentiert hat.
*Die Strandgutpoesie
*Sabine auf Instagram, Facebook und Twitter