Perspektivwechsel

Bei meinem letzten Beitrag „Freiraumbus: Klarheit am Riegsee“ wurde mir am Ende wieder klar, wie gut mir der Perspektivwechsel im Freiraum tut. Wobei ich dann, in Klammern meinte, das Wort Perspektivwechsel sei langsam so eine Worthülse, wird doch sehr inflationär verwendet. Daraufhin widersprachen Dr. Bernd Slaghuis und Sascha Theobald auf Twitter. Perspektivwechsel sei nicht out. Nur weil es von einigen inflationär verwendet wird, ist Perspektivwechsel eine wunderbare Methode. Und sie haben Recht!!!

Perspektivwechsel ist eine Methode, die ich seit meinem Studium der Innenarchitektur konsequent anwende. Das klassische Entwerfen, wie ich es gelernt habe, ist das Skizzieren von unterschiedlichen Möglichkeiten aus verschiedenen Perspektiven. Von oben draufschauen, oder es von unten beleuchten, um die Ecke denken und sich fragen, wie geht es da weiter. Eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und am Ende die für den aktuellen Moment passenste auswählen. So geht Entwerfen, so arbeite ich im Coaching und ebenso bei der Raumberatung. Der Perspektivwechsel ist eine meiner Arbeitsmethoden, egal wie inflationär das Wort benutzt wird. Und deshalb habe ich meine Aussage, die ich in Klammern gesetzt hatte, wieder entfernt.

Vielen Dank, lieber Bernd, lieber Sascha für Euren Einspruch. Ihr habt mich damit zu weiterem Nachdenken angeregt und den Impuls für diesen Blogbeitrag gegeben.

Edit 28.03.2018:
Die neue Zeichnung entstammt meinem Kartenset „Begriffe in Bilder übersetzen“.